Winterzeit ist Mandelzeit

Nahrhaft, energiereich, gut lagerbar: Mandeln als Winterbegleiter

Warum in der Winterzeit Nüsse – und darunter besonders die Mandeln – nicht wegzudenken sind, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Vermutlich, weil sie sich gut lagern lassen und zugleich energiereich sind. Im Winter waren Lebensmittel, die wie die Mandel zu 50–64 % aus Fett und zu 25–30 % aus Protein bestehen, besonders nahrhaft. Schon den Pharaonen wurde Mandelmehl ins Brot gemischt. Der Mandelbaum stammt ursprünglich aus Südwestasien, wo er gelegentlich noch wild vorkommt. Er wurde seit Menschengedenken kultiviert und in Bitter- und Süßmandel veredelt. Heute wird fast ausschließlich der Süßmandelbaum angepflanzt.

Mandeln in der Geschichte: Von Karl dem Großen bis zur Mandelmilch

Die Bittermandel ist stark wegen ihres Amygdalins, das durch „Zerquetschen“ zur Blausäure mutiert, in Verruf geraten. Das Bittermandelöl, das vielen Süßspeisen seinen besonderen Geschmack verleiht, wird meist künstlich hergestellt. Bereits im Capitulare de villis von Karl dem Großen wird der Anbau von Süß- und Bittermandelbäumen vorgeschrieben, und im Mittelalter wurden die Bäume auch in England erwerbsmäßig angebaut und dementsprechend viel verwendet. Wenn wir heute mittelalterliche Rezepte lesen, hat man den Eindruck, dass ohne Mandeln gar nichts zubereitet werden kann – besonders die Mandelmilch ist eine der wichtigsten Zutaten im Mittelalter.

Winterklassiker mit Tradition: Gebrannte Mandeln & Oregeat

Bis ins 19. Jahrhundert ist „Oregeat“, ein süßer Sirup aus Mandeln und Zucker mit etwas Rosenwasser und/oder Orangenblütenwasser, das Damengetränk auf allen Bällen. Ursprünglich wurde es aus einer Gersten-Mandel-Mischung hergestellt, hat einen ausgeprägten Mandelgeschmack und wird heute zum Würzen vieler Cocktails verwendet. Auch Hildegard von Bingen nutzt Süß- und Bittermandeln in vielen medizinischen Zubereitungen – vermutlich waren diese Kekse das Vorbild für unsere Weihnachtskekse. Die gebrannten Mandeln haben ihren Ursprung im alten Rom: Als „Confectus“ wurden mit Honig gezuckerte Mandeln als Symbol für Glück und Wohlstand gereicht. Seit Vittorio Emanuele II bei seiner Hochzeit mit Zucker überzogene Mandeln an Hochzeitsgäste verschenkt hat, sind sie bei jeder Hochzeit in Italien Brauch.

 

Steirische Bio-Mandeln: Natur Gut Gerstl als Pionier

Heute werden Mandelbäume in Österreich wieder vermehrt gepflanzt – die Bäume sind widerstandsfähiger, das Klima milder und wärmer, und das erlaubt eine gute Ernte. Michael Gerstl vom Natur Gut Gerstl ist ein Pionier, der einige der ersten steirischen Bio-Mandel-Bäume gepflanzt hat.

Im Genusspaket „Mandelzeit“ finden sich 6 feine Spezialitäten aus 100 % steirischen Bio-Mandeln im Glas: Mandelmus, geröstete & gesalzene Kerne, gebrannte Mandeln, Schokolade-Zartbitter & -Vollmilch. Von süß gebrannt bis cremig vermahlen vereint dieses Set sechs besondere Varianten – ob pur geröstet, fein gesalzen oder von Schokolade umhüllt: Jede bringt das volle Aroma der regionalen Mandel auf den Tisch.

Fotos (c) Natur.Gut.Gerstl

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